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Die Landbrotbäckerei Erschfeld
(Dä Lankemer)

 

Seit über 130 Jahren befindet sich die Bäckerei Erschfeld in Familienbesitz. Diese
lange Familientradition findet sich auch in den bis heute fast unveränderten
Rezepten für Brot und Kuchen wieder.

Es wird darauf geachtet, überwiegend naturbelassene Rohstoffe zu verarbeiten.
Alle Backwaren werden ohne Konservierungsstoffe produziert, es werden reines
Brunnenwasser sowie Natursauer verwendet.

 

1875 gab es in Langwaden eine Bäckerei, eine Krautpresse, einen Schreiner, einen Schmied und zwei Wirtschaften. Die Bäckerei war verbunden mit einem Kolonialwarengeschäft, in dem man auch Heizmaterial wie Kohle und Briketts kaufen konnte. Gegründet und geführt wurde es von der Familie Mattheisen.

Im Jahre 1930 heiratete der älteste Sohn Theo des Dorflehrers Peter Erschfeld, der das Bäcker- und Konditorenhandwerk erlernt hatte, Christine Mattheisen, die selbstverständlich ebenfalls eine gelernte Bäckerin war.zeitung-bilder-1

Die Herkunft von Christine und Theo Erschfeld aus einer Bäcker- und einer Lehrerfamilie versprach eine gute Zukunft, nicht nur für die Familie, sondern gleichermaßen für Langwaden und die umliegenden Dörfer.

Mit Pferd und Kutsche fuhren Christine und Theo in die verschiedenen Dörfer und versorgten die Einwohner mit Schwarz-, Grau- und Feinbrot, Flechtweck, Apfeltorte und Streuselkuchen. Aber nicht jeder konnte sich das fertige Gebäck leisten, viele waren darauf angewiesen, ihr Brot und den Kuchen selbst herzustellen. Daher war jeden Freitag der sogenannte Abbacktag bei Erschfelds: Die Hausfrauen aus Langwaden und den umliegenden Dörfern kamen mit ihren Teigstücken in Backformen, um sie im großen Bäckerofen abbacken zu lassen. Das kostete in den Jahren 1931 bis 1938 zehn Pfennige, die sich jeder leisten konnte.

1938 hatte die Kutsche ausgedient, das erste Auto, ein Dreirad, wurde angeschafft, um die Dörfer mit Backwaren zu versorgen. Nun begann eine unruhige Zeit, und die Kriegswirren sind auch an der Familie Erschfeld nicht vorübergegangen.zeitung-bild-2

Das Auto wurde für den Krieg beschlagnahmt, Theo musste, wie viele Altersgenossen, als Soldat in den Krieg ziehen, die Backstube wurde weiter betrieben von seiner Frau Christine, deren Schwester Mariette und dem Sohn Peter, der mittlerweile 8 Jahre alt war. Als Theo Erschfeld 1945 aus dem Krieg heimkehrte, konnte die Backstube wieder in geordneten Bahnen mit einem Gesellen geführt werden. Christine betrieb das Kolonialwarengeschäft und Mariette fuhr mit dem inzwischen 14-jährigen Peter die Kundschaft ab.

Auch er lernte gemäß der Familientradition im elterlichen Betrieb das Bäcker- und Konditorenhandwerk. Ein zweites Auto wurde angeschaftt, der Betrieb florierte.

Im Jahre 1956 verstarb viel zu früh Christine Erschfeld, die Seele des Geschäfts. Aus dem ehemaligen Kolonialwarengeschäft war längst ein blühendes Lebensmittelgeschäft geworden, das von Mariette eigenständig und umsichtig weitergeführt wurde.peter

Nachdem 1958 Peter Erschfeld und Marnett Goetzen geheiratet hatten, war auch für den Bestand und die Ausdehnung des Geschäftes gesorgt. Vier Töchter gehen aus dieser Ehe hervor und natürlich erlernt eine von ihnen, Renate, ebenfalls das Bäcker- und Konditorenhandwerk und ist seit 1987 Meisterin dieses Fachs.

Inzwischen ist aus der Backstube ein großes Unternehmen geworden, das Lebensmittelgeschäft und die Backstube wurden renoviert und vergrößert, der Fuhrpark bekam 1980 eine Ladehalle und die Auslieferung der Backwaren erfolgt inzwischen in einem Umkreis von Köln über Krefeld bis nach Erkelenz.hanspeterralf

Nach dem Tod von Peter Erschfeld im Jahr 2006 übernahm Renate gemeinsam mit ihrem Ehemann Ralf Gormanns die Geschäftsführung und leitet seit dem mit umsichtiger Hand das Unternehmen auch durch wirtschaftlich schwierige Zeiten.

So sorgten und sorgen Langwadener Backwaren dafür, das mit dem Ortsnamen der Name Erschfeld ganz eng verbunden wird.

(Quelle: 850 Jahre Klosterdorf Langwaden)

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